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Es ist angekommen, das große Superding.

Am 24.10.2005 haben wir zum ersten Male im Labor der Firma Helmut Heller den 8000er Lesekopf-Magnetspalt reproduzierbar auf einem 21" Sony Monitor gesehen. Und jetzt steht es bei uns mit einem Sony (nur) 20" Monitor. Bild rechts.

 

Also es gibt ihn wirklich, den 8000er Lesespalt. Dazu muß das Mikroskop eine brilliante 1000 fache (800fach wäre auch ok) Vergrößerung liefern, darf nicht wackeln und die Kamera muß auch noch gut sein. Die Beleuchtung muß durch das Objektiv präzise auf den DLT Kopf strahlen und die Hände dürfen nicht zittern.

 

Wir mußten bescheiden lernen, daß 1000 fache Vergrößerung absolut nicht mehr trivial ist und die blöden dummen Sprüche der ebay Verkäufer nur von totaler Ignoranz in Verbindung mit Dummheit und/oder "Nichtwissen" zeugen.

Das Kriterium ist einfach die Qualität.

Als Maß der Dinge hat uns Herr Heller (Heller Labortechnik) mehrere Mikroskope in der 50.ooo DM Klasse und aufwärts mit einem kleinen Glasplättchen (die drei Bilder rechts) vorgeführt.

 

Auf diesen Glasplättchen sind mit Hilfe eines Eximer Lasers aus einer aufgedampften Rhodiumschicht feinste Mikro- Strukturen (quadratische Linienraster mit 2 µ breiten Strichen) "ausgefräst".

 

 

Das sind sogenannte Zählkammern (Bild 1 und Bild 2), mit deren Hilfe eine Laborantin aus einem Tropfen (verdünnten) Blutes die Anzahl der weißen und roten Blutkörperchen ermitteln (zählen) kann. Wenn Sie das einfach mal selbst probieren wollten, würden Sie schnell feststelen, daß man dazu ziemlich gute Augen benötig.

 

Auf diesem Bild sind die dicken Striche der Quadrate eigentlich (immer) 3 schwarze Linien auf hellem Hintergrund. Man sieht es dann weiter unten auf den Bildern.

 

Die gilt es optisch "aufzulösen". Dieses Foto mit den 25µ breiten Quadraten zeigt, wie unvollkommen die drei Linien hier als (nur) ein Strich dargestellt wird. Dieses Mikroskop (oder die Kamera) ist unbrauchbar.

Die Probe auf´s Exempel zeigt . . . .

2µ (0,002mm) sind verdammt wenig und mehrere Streifen davon jeweils schwarz und weiß neben einander fordern eine Hochleistungsoptik.

 

Und so sehen die ersten Fotos aus :

 

 

Bild 1 = 100 fach

 

dann

 

Bild 2 = 500 fach

 

dann

 

Bild 3 = 1000 fach

 

 

 

Auf dem letzten Foto sehen Sie ganz deutlich, die Ecken sind nicht scharfkantig rechtwinklig, nein, die sind abgerundet. Das dürfte eigentlich nicht sein, der Laser hat wirklich stramme gerade 2µ Bahnen aus der Beschichtung herausgfräst. Hier fängt die optische Technik an, unscharf zu werden.

 

 

 

Deshalb sagen die Experten, bei 1200 fach hört es eigentlich auf mit den Optiken. Gleichwohl werden Linsenkombinationen mit 20fach Okular und 100facher Optik als 2000 fache Vergrößerung angepriesen, auch wenn man nachher gar nichts mehr sieht.

 

 

 

Übrigens, bei dem letzten Bild sieht man bei uns ganz deutlich jede kleine Vibration des Fußbodens im Okular. Das Bild zittert. Die Grenze ist fast erreicht.

 

Hier kommt (bald) der Link auf die neuen Fotos der DLT Köpfe.

Diesen (Wiedergabe-) Magnetspalt eines DLT 8000er Lese-Kopfes konnten wir bis dato nicht sehen, er war zwar da, aber unsere Technik reichte von der Auflösung her nicht aus.

 

Jetzt haben wir das große Zeiss Mikroskop bei uns stehen und können so gut wie alles sehen. Es gibt (fast) keine Geheimnisse mehr.

 

Bald kommen excellente Fotos der Kopfspiegel von DLT und S-DLT und LTO Köpfen in absoluter Profi-Qualität.

 

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