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Die Höhen und Tiefen von SCSI.

Hier wird die SCSI Technik ein bißchen durchleuchtet. Dabei werden die Brutto- und Netto- Transfer Raten genauer erläutert. In schlauen Büchern aus den Jahren 1990 bis 1994 haben wir gelernt, daß die "SCSI- Netto- Datenübertragungsrate" durchaus bis runter auf 10% ! der "RAW"-Rate zusammenbrechen kann.

 

Gründe und Vergleiche finden Sie auf unserer Fibre-Channel Seite und hier unter Erfahrung im Bereich Server- und Festplatten-Hardware.

Die Werbung und die Realität sind wirklich zwei paar Schuhe.

Wir haben alle Varianten von SCSI Controllern bis hoch zu 64Bit/66MHz mit 256MB und 512MB Puffer RAM bei uns im Labor.

Also, wenn Sie laut Bios des Controllers eine 40 MHz SCSI Verbindung haben und dazu auch noch Ultra Wide, also 16 Bit breit, sollte das System 80 Megabyte pro Sekunde (brutto) übertragen können.

 

So weit die Theorie.

Ein großer Teil des Traffics auf dem SCSI Kabel ist jedoch Handshake (Handschlag, Negotiating = Aushandeln) zwischen den Geräten und das geht immer nur auf dem 8 Bit Teil der Leitung (also halbe Geschwindigkeit). Und SCSI ist wirklich sehr geschwätzig, je mehr Geräte, desto mehr Geschwätz (man denke an Netbios von IBM), erst die eigentlichen Daten werden dann endlich im 16 Bit Modus (also 2 Byte gleichtzeitig) übertragen.

 

So kann es also durchaus sein, daß auf diesem SCSI Kabel wirklich deutlich weniger als 50%, z.B. nur 35 MB/s netto (bei 80 MB/s brutto) übertragen werden, manchmal sogar noch weniger.

 

Selbst wenn die SCSI Platten maximal 40 MB/s "könnten", bei kleinen Dateien und dann noch so ziemlich am Ende einer vollen Platte kommen nur noch reale 4 MB/s bei der CPU an. Das haben wir gemessen und das können wir auch belegen. Darum hatten wir uns intensiv um Fibre Channel bemüht.

 

Die großen und kleinen Hersteller haben sich also Tricks einfallen lassen, wie sie die Datenrate forcieren können. Diese Tricks werden wir so nach und nach durchleuchten. Dazu benötigen Sie aber ein paar Grundlagen-Kenntisse.

Hilfe beim SCSI Controller :

Die DLT Streamer 15/30 und 20/40 haben noch 50 polige 8 Bit Interfaces und sollten durchaus an 8 bittigen SCSI PCI Controllern (z.B. NCR 53C810 oder Adaptec 2940) betrieben werden. Die 16 Bitter (wide SCSI oder SCSI2) Controller sind zwar schneller, der Streamer streamt dennoch nicht.

 

Die DLT Streamer 35/70 und 40/80 haben schon 68 polige wide SCSI Anschlüsse, sowohl SE als auch LVD (und auch noch HVD / DIFF). Hier wiederum macht es keinen Sinn mehr, diese mit einem Converter-Stecker auf 8 Bit SCSI zurückzuschrauben (zu bremsen) und an einem 8 Bit Controller zu betreiben. Bessere Datenraten haben Sie mit einem reinen 16 Bit PCI Controller (z.B. Adaptec oder NCR Symbios 53C875 oder 53C895).

 

Bei allen "Non streaming" Problemen zuerst mal eine Sicherung ohne Kompression laufen lassen und auf Band sichern lassen. Da "fahren" die 15er und 35er Laufwerke in ihrer Standard Geschwindigkeit mit 2 bzw 5 MByte/ sec. Das müssen alle SCSI Controller können.

Was Sie bezüglich DLT unbedingt auch noch wissen sollten :

Was spezifiziert der Hersteller bei den DLT Laufwerken :

Beschreibung :

Spezifikation :

Laut Hersteller die Dauer Daten Rate, die der Drive überhaupt kann

andauernd - also native = unkomprimiert netto

DLT20/40

DLT35/70

DLT40/80

1.5MB/sec

5.0MB/sec

6.0MB/sec

Die Peak Daten Rate, also die absolute Spitzen Transferrate

DLT20/40

DLT35/70

DLT40/80

3 MB/sec

10 MB/sec

10 MB/sec

Es steht hier nicht so direkt, aber in anderen Publikationen haben wir es gefunden, mehr als 10 Megabyte/Sekunde kann das SCSI Interface des Quantum DLT-7000/8000 Laufwerkes sowieso nicht durchreichen, selbst wenn Sie einen extrem schnellen 64 Bit PCI SCSI Controller (vom Feinsten) haben.

Was bedeutet das im Klartext :

Haben Sie Dateien mit leicht komprimierbaren Inhalten, also mehr als 2:1, dann kann das DLT- Laufwerk sowieso nicht mehr streamen, denn die Daten kommen gar nicht schnell genug über den SCSI Bus in das DLT Laufwerk.

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