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Wann und warum stirbt ein DLT-Laufwerk ?

Es kommt doch öfter vor, als wir vermutet hatten, auch ein DLT Laufwerk kann sterben. Wie beim alten VW Käfer - irgendwie bekommt man ihn dann doch kaputt.

Wie schnell sind sie wirklich ? oder<br>warum streamt er nicht ?

Die Daten Übertragungsrate ist der Schlüssel. Nach langem Suchen haben wir aussagekräftige Unterlagen in den alten Compaq Broschüren von 1998 gefunden.

 

Wie und warum machen es die Spezialisten anders und warum ist das deutlich teurer als der angeblich doch ach so schnelle Home PC mit der 350 Gigabyte Super IDE Festplatte oder der Standard LAN Server mit einem 6 Platten RAID?

 

Hier unten sehen Sie eine Grafik, die mit einem repräsentativen Beispiel die Geschwindigkeit von Server- Platten- Systemen anschaulich darstellt. Das Schlüsselwort dort unten heißt OLTP (Online Transaction Processing). Das ist die Anforderung an eine Online Datenbank im Betrieb.

OLTPs (Online Transaction Processing) sind der Maßstab.

Also wie viele OLTP´s pro Sekunde verträgt der Server. Jede der Muster-Transaktionen ist hier 2Kilobyte groß und 500 I/O´s per Sekunde entsprechen ca 500 x 2KB = 1 Megabyte/sec.

 

Hierbei sind jetzt schon als kleinste Einheit 12 SCSI Platten als RAID5 zusammen geschaltet, sodaß auf alle 12 nahezu gleichzeitig geschrieben und von allen 12 gleichzeitig gelesen wird.

 

Über eine einzelne PCI-32 SCSI RAID5 Karte gehen also im besten Fall 939 simulierte 2 KB Transaktionen pro Sekunde. Das sind schon ganz schön kleine Brocken, die wirklich den schlimmsten Zustand für einen Server darstellen. Bei der Datensicherung sind die Dateien in der Regel deutlich größer.

 

An dieser Grafik sollte nur gezeigt werden, daß sich mit einer Vielzahl von parallel betriebenen Festplatten in einem RAID5 System die Geschwindigkeit ganz enorm steigern läßt.

Erst mit 72 Platten fängt es richtig an.

Richtige Power Platten-Systeme fangen mit 72 Platten im RAID 5 erst richtig an. Vorher ist alles "Entry Level" oder vielleicht noch als Midrange zu bezeichen. Die neuen (Okt 2004) von HP Storage Works (ehemals Compaqs Edelprodukte) haben 1.152 SCSI Platten a 145 Gigabyte mit bis zu sagenhaften 165 Terabyte Gesamtkapazität und zum Beispiel 64 Gigabyte Cache RAM ohne Ende.

 

HP spricht dann auch von einer Speicherstadt. Haben Sie eine Vorstellung, was solch eine Speicherstadt kostet ? Also wenn Sie ein kleines Reihen-Häuschen hätten, es würde als Anzahlung voll drauf gehen.

 

Die können dann richtig "streamen", selbst mit S-DLTs. Nur, mit welchem Aufwand ? Bei den "normalen" Netzwerk Servern ist das eine "Dream Speed" bzw. ein Wunschtraum.

 

Rechts sehen Sie unser großes Spielsystem mit 6 RAID-5 Einschüben a 12 SCSI Platten und mit "jeweils" 64 MB !! Cache, dazu über Fibre Channel verbunden, ehemals waren das etwa 100.000 Dollar, jedenfalls als es mal neu war. Und unten wohnt eine 65 Kilo schwere 3 Kilowatt USV, damit alles abgesichert ist.

 

Eine EMC Speichereinheit hat bereits 16 Gigabyte Cache für 50 Terabyte, große Plattenfarmen haben 256 Gigabyte Cache für über hundert Terabyte Plattenkapazität.

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