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Es gibt da schon Unterschiede . . . .

Gleitlager sind preiswert und haben dadurch einige Vorteile. Die Schmierung wird meist in Form von silikonhaltigen Spezial- Gleitfetten in das Lager- Material hineingepreßt. Damit ist der Motor für "sein" Leben lang geschmiert.

 

Beim Gleitlager-Material spricht man von Sinter-Lagern. Dabei werden die speziellen Messing- Legierungen in Form von Kügelchen mit hohem Druck zu "beinahe" festem Material zusammengepreßt, gesintert. Es ist jedoch immer noch so viel Raum zwischen den gepressten Kügelchen, daß das Schmier-Fett mit Hochdruck hinein paßt.

 

Kugellager dagegen sind meist teurer und leben länger. Das heißt, auch Kugellager bekommen bei der Herstellung eine Dauerschmierung für "ein" Leben. Hier rechts das obere Kugellager aus dem Antriebsmotor einer Maxtor 40 Giga IDE Festplatte.

Zum Größen-Vergleich hinten meine beiden Finger. Dieses Lager ist ca. 18 Monate Tag und Nacht mit 7.200 U/min gelaufen. Wir haben die Kugeln zusammen geschoben (zum Reingucken).

 

Oben drauf fehlt jetzt die Abdeck-Kappe, die mit Spezial- Kleber (siehe Pfeil) absolut dicht vergossen war. Und das Drehteil mit den 6 Gewinde-Löchern drehte super leicht und weich.

Immer 2 Kugelager pro Achse

Die meisten Kugellager werden oft noch zusätzlich beidseitig gegen Schmutz gekapselt, wie hier auf den Bildern.

 

Kugellager laufen nicht so schnell fest bzw. "un-rund" wie Gleitlager. Und Kugellager sind austauschbar, die allermeisten Gleitlager nicht.

 

Normale Kugellager vertragen dagegen keine schräg angreifenden Kräfte wie zum Beispiel nicht ausgewuchtete Lüfterräder in billigen CPU Lüftern. Dort läuft ein Gleitlager länger. In richtigen Konstruktionen (bei Motoren aller Art) werden darum immer 2 Kugellager eingesetzt. Meiden Sie Lüfter oder Motoren, die mit (nur) einem Kugellager beworben werden. Das ist konstruktiver Murks.

 

In den DLT Laufwerken sind sowohl die 6 Umlenkrollen doppelt kugelgelagert als auch die beiden Antriebsmotoren und der Spindelmotor. Hier rechts ein Kugellger aus den Umlenkrollen. Sollten die mal laut werden oder schwergängig, dann können wir die beim Spezialisten austauschen lassen.

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