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Mit Bedacht und Abstand der Gigantomanie folgen.

Unser Standard-Leitspruch heißt :

Nicht jeder braucht eine "Cray".

 

Eine Cray ("die" Cray Maschine) ist das Synonym des weltweit besten und schnellsten und teuersten Computer´s (gewesen ! ). Und manche 14 jährigen tunen ihren 4 Gigahertz Pentium, bis er umfällt. Unsere Tests im Serverbereich haben ergeben, nur die allerwenigsten Anwender/Benutzer brauchen diese Leistungsreserven wirklich.

 

Darum haben wir auch lange gewartet, bis wir unsere 900er Durons gegen Athlon 64 3000+ (Venice Kern) getauscht haben. Es geht um den Strom und damit um die Abwärme, die im Leerlauf verbraten wird. Und natürlich auch um die Anschaffungspreise der Boards und der CPUs und der Kühler und der Speicherstreifen.

 

Jetzt haben wir welche gefunden, die sich lohnen. Der Athlon 64 3000+ hat seit einiger Zeit den "Venice" Prozessor-Kern (ein Kunstname). Mit diesem "Kern" wurden die erfreulich stromsparenden CPUs eingeläutet. Den ersten schnellen Messungen nach verbraucht der neue (alte) PC über 10 Watt weniger als das alte MSI Board mit dem (alten) Duron 1000 Prozessor, aber sonst alle Karten drinnen mit Ausnahme der Netzwerkkarte. Der Netzwerk-Chip ist jetzt auf dem Board.

Ein paar Bilder zu den PC-Prozessoren sind schon interessant.

Angefangen hat es vor langer langer Zeit mit dem Intel 8080. Leider haben wir von dem keine Version mehr physikalisch da. Die Konkurrenz tat sich auf, als zwei Intel Leute sich mit der neuen Firma Zilog "abgesetzt " hatten und den Z80 (aus dem Intel 8080 heraus) entwickelt (verbessert) hatten.

 

Dazu starteten diese beiden ihr Geschäft mit einer damals genialen Idee. Sie wußten, daß bis etwa 100.000 Stück eine Z80 CPU etwa 5 Dollar (Herstellungspreis) kosten müsste. Und erst bei über 1 Million Stück würden sie unter 1,20 Dollar (oder so ähnlich) kommen. Dennoch verkauften sie die neuen Z80 ab Anbeginn für 1,20 Dollar. Heute würden wir das als den genialsten Poker Streich der Silicon Valley Geschichte bezeichnen. Sie gruben Intel das Wasser ab und sie verkauften in so kurzer Zeit weit mehr als 2 Millionen Stück (natürlich für immer noch 1,20 Dollar), daß alle überrascht waren, sie selbst auch. Und ab 10 Millionen Stück kostet eine CPU nur noch 30 Cent. Und auch die verkauften sie immer noch für 1,20 Dollar.

 

So macht man Legenden und auch Profit. Inzwischen sollen angeblich weit über 500 Millionen Z80 CPUs in allen möglichen Geräten werkeln und die beiden sind "steinreich" geworden. Dennoch ist die Firma Zilog nahzu verschwunden und Intel ist zur Zeit immer noch der Weltmarktführer, so die Legende.

Ein paar weitere Vergleiche :

Nach dem uralten Intel 8080/Z80 8Bit-Prozessor kamen die ersten 16bitter. Den Intel 8086 hatten wir bei RDE nie, wir hatten den Intel 8088 in unserem Ericcson PC, diese komische kastrierte IBM Version für den Ur-PC. Und dann hatten wir die ersten 80186er in denLFT/Cubix Multiprozessor- Mascheinen. Erst der 80286 von Compaq riß den Markt so richtig auf.

 

Als dann der erste Compaq 386er raus kam, gab es im Hotel Gravenbruch hier bei uns in Frankfur (Süd) eine Compaq Freßparty ungeahnten Außmaßes. Dieses Hotel war (ist) eines der führenden Häuser in Deutschland mit einer absolut irren Gourmet-Küche. Ich jedenfalls hatte 2 Tage Bauchweh wegen "Überfressens". Auch die 386er Promotion war eine audiovisuelle Multimedia Show von Profis vom Feinsten. Compaq war den IBM-lern immer diese kleine Nasenlänge voraus.

 

Dann kam der 486er und dann der erste "Pentium", auch solch ein Intel Kunstname, der heutzutage absolut gängig (gemacht worden) ist.

 

Dieser Pentium 60 (neben im Bild) verbirgt auch so manche Legende und Story. So ist zum Beispiel eine der ersten richtigen PC Ladenketten, Schmidt Computer (Escom hieß der Laden abgeleitet von Erich Schmidt Computer), daran Pleite gegangen. Die dachten, sie machten das Schnäppchen ihres Lebens und kauften mehr als 100.000 Pentium 60 (die glühenden Heizbrocken) auf, als wenige Tage danach der Pentium 75 raus kam, der nur noch 50% (oder weniger) des Stromes eines P60 verbrauchte.

 

Von dem damals zukunftsweisenden Motorola 68000 und 68020 und 68030 schwärmten nur noch ein paar Unix Freaks und natürlich die damalige Apple Gemeinde.

 

Das wars dann aber auch schon.

AMD mühte sich "redlich", mit Intel auch nur annähernd Schritt zu halten.

In den USA gab es (irgendwelche) Vorgaben, daß für Alles und Jedes immer eine zweite "Quelle" verfügbar sein mußte. So wurde AMD von Intel lächelnd toleriert und bekam hin und wieder auchmal ein Stückchen Knowhow ab. Und sie bauten Prozessoren, die immer ein (kleinens) Bißchen besser waren als die von Intel und ein Stückchen billiger (preiswerter).

 

 

Der K5 war eigentlich ein Flopp, erst der K6 II und der K6 III mit 400 MHz waren echt gut und preiswert und schnell. Dann kam der Athlon 600 und macht von nun an Intel das Leben richtig schwer. Jetzt kam Stress auf.

 

 

Der (auf dem rechten Bild der unterste) Prozessor war dann der Athlon 2.400, einer der ersten Profit-Träger und eines der ersten ernsthaften Schlachtschiffe gegen Intel. Problematisch war ab 1000 MHz die kleine Kühlfäche, auf der ungahnte Temeperaturen weggekühlt werden sollten und mußten. Wir haben diese CPU nie ernsthaft eingesetzt, denn sie wurde effektiv zu heiß trotz dickem Kühler, Kupferplatte und Lüfter.

 

Jetzt ging es eigentlich erst richtig los.

Dann kam der Athlon 64 und man nannte das Spiel "Intel quälen". Die Intelmannen hatten bisher nur gelächelt und einfach die Preise gesenkt, weiter nichts. Das war jetzt zu wenig, um nicht vom Tron gekippt zu werden. Der Athlon 64 konnte mehr als die Pentiums. Und er war preiswerter und der neue Venice braucht erheblich weniger Strom (=Wärme) als die ganzen Pentiums 4 und Xeons.

 

Dazu hat der Athlon 64 eine dicke Metallplatte auf dem Schädel, den kann man jetzt richtig kühlen.

 

Hier drei Bilder von

 

  • der Kühlplatte des Athlon 64,
  • der Pin-Seite eines Pentium 60 und
  • der Pin-Seite des Athlon 64 Sockel 939.

 

 

Der Unterschied ist schon deutlich zu erkennen.

 

Es gibt noch mehr Bilder.

 

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